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Aktuelles
Enquete-Kommission liefert wichtige Erkenntnisse für künftige Krisen
Die SPD-Fraktion Brandenburg bewertet die Zwischenbilanz der Enquete-Kommission 8/1, die seit März 2025 die Corona-Pandemie aufarbeitet, überwiegend positiv.
Die Kommission verfolgt das Ziel, die staatlichen Maßnahmen während der Pandemie objektiv und faktenbasiert zu analysieren und gleichzeitig die Krisenresilienz Brandenburgs für die Zukunft zu verbessern. In bereits 12 Sitzungen wurden Fachleute aus Wissenschaft, Pflege, öffentlichem Gesundheitsdienst und Ministerien gehört.
Björn Lüttmann, Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag Brandenburg und Mitglied der Enquete-Kommission, erklärt:
„Die Fachgespräche waren zum großen Teil sehr lehrreich. Dank unserer geladenen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis haben wir erste Hinweise erhalten, wie das Pandemiemanagement Brandenburgs verbessert werden kann. In der kommenden Phase werden wir diese Erkenntnisse vertiefen. Besonders dankbar sind wir unserer Sachverständigen Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey für ihre engagierte Mitarbeit.“
Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey: „Als Wissenschaftlerin ist es mir wichtig, dass unsere Kommissionsarbeit keine rückwärtsgewandte Debatte darstellt, sondern eine Investition in die Zukunft ist. Dabei hilft eine unaufgeregte Analyse von bewährten Maßnahmen und erkannten Defiziten. Dabei unterstützt eine Aufarbeitung, die faktenbasiert, transparent und interprofessionell erfolgt.“
Lüttmann weiter: „Eine gute Aufarbeitung ist unsere beste Vorbereitung für die Zukunft, wenn sie auf Fakten und empirischen Studien beruht, anstatt Menschen zu verunsichern. Bei einigen von der AfD in die Enquete geladenen Gäste ließ sich die sachliche Faktenorientierung mindestens bezweifeln. Einige Geladene der AfD-Fraktion nutzten die Kommission gar als Bühne für nicht-belegte Theorien und Verschwörungserzählungen, statt sich sachlich mit den Corona-Maßnahmen auseinanderzusetzen. In Zukunft wünsche ich mir, dass Fachlichkeit und Sachlichkeit wieder mehr im Vordergrund stehen. Wichtig ist auch, dass der Fokus der Beratungen noch eindeutiger auf Brandenburg liegt und auf den realen Steuerungsmöglichkeiten, die eine Brandenburger Landesregierung hat.“
In der nächsten Phase nimmt die Kommission mit weiteren Fachgesprächen einzelne Problemfelder in den Blick, wie etwa Personalreserven im Gesundheitswesen, Krisenkommunikation und Kindeswohl bei Schul- und Kitaschließungen. Am Ende stehen erste Handlungsempfehlungen für eine verbesserte Krisenbewältigung. Zum Abschluss der Wahlperiode legt die Kommission dem Landtag ihren Abschlussbericht vor.
SPD-Fraktion Brandenburg zur Debatte um ein mögliches Verbot von Einweg-Vapes
Seit dem 1. Juli gilt in Brandenburg eine uneingeschränkte Rücknahmepflicht: Kioske, Tankstellen und Supermärkte sind verpflichtet leere Einweg-Vapes kostenlos zurückzunehmen. Bundesweit plant das Bundesumweltministerium noch in diesem Jahr ein Gesetz für ein Verbot vorzulegen.
Dazu erklären Udo Wernitz, verbraucherschutzpolitischer Sprecher, und Dr. Jouleen Gruhn, gesundheitspolitische Sprecherin, der SPD-Fraktion im Landtag Brandenburg:
Udo Wernitz: „Einweg-Vapes sind Wegwerfprodukte mit einem Entsorgungsproblem. Die enthaltenen Batterien gehören nicht in den Hausmüll, da sie ein erhöhtes Brandrisiko darstellen. Gleichzeitig steht ein hoher Verbrauch wichtiger Rohstoffe wie Lithium und Kobalt einer extrem kurzen Nutzungsdauer gegenüber. Mit Nachhaltigkeit hat das nichts zu tun. Dass Verbraucherinnen und Verbraucher leere Geräte künftig überall dort zurückgeben können, wo sie sie gekauft haben, ist ein wichtiger Schritt zu einer sicheren Entsorgung. Weiter setzen wir uns für ein schnelles Verbot dieser Produkte ein.“
Dr. Jouleen Gruhn: „Einweg-Vapes sind gesundheitlich gefährlicher, als vielen bewusst ist, insbesondere für junge Menschen. Das Suchtpotential ist hoch und ein Einstieg in die Nikotinsucht droht. Die Diskussion um ein Verbot ist deshalb richtig und überfällig.“
In Brandenburg wächst der Wohnungsbau
Matthias Steinfurth, baupolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, zu den neuesten Zahlen des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg zum Wohnungsbestand:
„Eine gute Nachricht erstmal: Brandenburg wächst beim Wohnungsbau weiter, jedoch spürbar langsamer als in den Vorjahren. Während zum Beispiel Potsdam-Mittelmark und die Landeshauptstadt zulegen, geht der Bestand im Landkreis Oberspreewald-Lausitz sogar zurück. Das zeigt, wie unterschiedlich die Lage vor Ort in Brandenburg ist. Genau hier setzt die von uns beschlossene Novellierung der Bauordnung an: Mit schlankeren Genehmigungsverfahren, Erleichterungen bei Umbauten und weniger Bürokratie kommt sie genau zur richtigen Zeit, damit in allen Regionen des Landes wieder schneller gebaut werden kann.“
SPD-Fraktion und CDU-Fraktion bringen Sparvorschläge für den Landtagshaushalt ein
Die Koalitionsfraktionen von SPD und CDU im Landtag Brandenburg haben sich heute in einer Sondersitzung des Präsidiums des Landtages aktiv für Einsparungen im parlamentarischen Betrieb ausgesprochen und konkrete Vorschläge für den Landtagshaushalt (Einzelplan 01) für die Haushaltsjahre 2027/2028 gemacht.
Im Einzelnen wurde die Nullrunde bei der Abgeordnetenentschädigung 2027 umgesetzt sowie eine Reduzierung der Fraktions- und Gruppenzuschüsse sowie die Prüfung zusätzlicher Stelleneinsparungen beschlossen. Zudem wurde auf Anregung der Koalitionsfraktionen der Terminplan 2027 um eine zusätzliche Plenarsitzung im Oktober erweitert.
Zu den Ergebnissen der Präsidiumssitzung erklärt Björn Lüttmann, Fraktionsvorsitzender der SPD-Landtagsfraktion Brandenburg: „Wer Sparen von anderen fordert, muss bei sich selbst anfangen. Wir als Koalitionsfraktionen tragen Verantwortung für den Landeshaushalt und diese Verantwortung nehmen wir ernst. Deshalb fangen wir bei uns und im eigenen Haus an.“
Steeven Bretz, Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion Brandenburg: „Haushaltsdisziplin beginnt bei uns selbst. Mit der Nullrunde bei der Abgeordnetenentschädigung, Einsparungen bei den Fraktionsmitteln und der Prüfung weiterer Einsparmöglichkeiten zeigen wir, dass wir unseren Beitrag leisten werden, ohne die parlamentarische Arbeit zu beeinträchtigen. Denn wenn wir von anderen Einsparungen erwarten, sind auch wir in der Verantwortung.“
Mehr Tempo und Transparenz in der Justiz
Zum Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz zum Pakt für den Rechtsstaat erklärt Tina Fischer, rechtspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag Brandenburg:
„Der Beschluss zum Pakt für den Rechtsstaat ist ein wichtiges Signal für die Bürgerinnen und Bürger. Wer auf gerichtliche Entscheidungen lange warten muss, verliert das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Staates. Deshalb brauchen wir schnellere, transparentere und effizientere Verfahren.
Die angekündigte personelle Stärkung der Justiz muss sich jetzt im Alltag der Menschen bemerkbar machen. Damit verbindet sich die klare Erwartung, dass Verfahren künftig effizienter werden und Rechtssicherheit schneller geschaffen wird.
Eine moderne und gut ausgestattete Justiz ist das Fundament unseres Rechtsstaats. Sie schützt die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger, sorgt für die wirksame Durchsetzung von Recht und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Es ist also richtig, dass Bund und Länder die personelle Stärkung und die Digitalisierung der Justiz gemeinsam vorantreiben.“
Brandenburg bleibt Wirtschaftsstandort mit Zukunft
Zu der heute angekündigten Produktionssteigerung der Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg und der Schaffung von 1.000 neuen Arbeitsplätzen kommentiert Marcel Penquitt, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag Brandenburg und zuständig für Wirtschaft:
„Das sind erneut gute Nachrichten für Brandenburg. Tesla investiert weiter in unser Bundesland. Das schafft Arbeitsplätze und stärkt eine Region, die sich in den vergangenen Jahren bemerkenswert entwickelt hat. Brandenburg boomt und keineswegs zufällig. Es ist das Ergebnis einer konsequenten Wirtschaftspolitik, die auf verlässliche Rahmenbedingungen setzt: starke Regionen, funktionierende Infrastruktur, ein Land, das Investitionen willkommen heißt. Daran arbeiten wir weiter.“
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