
PRESSEMITTEILUNGEN
Aktuelles
Rechtsgutachten belegt Verfassungswidrigkeit der AfD
Zum heute veröffentlichten Rechtsgutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte zur Frage der Verfassungswidrigkeit der AfD erklärt Annemarie Wolff, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag Brandenburg:
„Das heute veröffentlichte Gutachten ist ein historisches Dokument in der Debatte um die AfD. Auf rund 1.500 Seiten und mit über 2.500 Belegen gelangt es zu einem klaren Ergebnis: Die AfD ist gemäß Artikel 21 Absatz 2 des Grundgesetzes verfassungswidrig. Es zieht dabei eine klare Linie: Die AfD ist nicht nur eine rechtsextreme Partei, sie verfolgt auch verfassungswidrige Ziele und besitzt die politische Stärke, diese umzusetzen.
Die Untersuchung ist die bislang umfassendste und methodisch fundierteste Analyse der Partei. Sie zeigt, dass die Missachtung von Demokratieprinzipien und Menschenwürde der politische Kern der AfD ist. Wer unsere Demokratie schützen will, darf diese Erkenntnisse nicht ignorieren.
Die verfassungsrechtlichen Maßstäbe sind gesetzt, die wissenschaftlichen Belege liegen auf dem Tisch. Deshalb sieht die Brandenburger SPD-Fraktion die Ergebnisse des Gutachtens als Grundlage für weitere rechtliche Schritte.
Dabei stehen wir an der Seite einer engagierten Zivilgesellschaft. Die PRÜF-Demonstrationen in Brandenburg haben den Druck für eine verfassungsrechtliche Überprüfung rechtsextremer Parteien über Monate hinweg aufrechterhalten. Dass das Rechtsgutachten nun zu dem Schluss kommt, dass ein Verbotsantrag gegen die AfD – zu der auch die Brandenburger AfD gehört – gute Erfolgsaussichten hätte, unterstreicht die politische und rechtliche Bedeutung dieses Engagements.“
Bauen in Brandenburg wird einfacher
In dritter Lesung hat der Landtag Brandenburg heute die Novellierung der Brandenburgischen Bauordnung beschlossen. Die SPD-Fraktion begrüßt die Reform als wichtigen Schritt für schnellere Verfahren, weniger Bürokratie und mehr Wohnungsbau.
Mit der Novelle werden unter anderem die Umnutzung bestehender Gebäude erleichtert, Bauanträge ab 1. Oktober landesweit digital umgesetzt, Genehmigungsverfahren beschleunigt und weitere Bauvorhaben verfahrensfrei gestellt. Zudem werden die Vorschriften für serielles und modulares Bauen vereinfacht und überflüssige Vorgaben abgebaut.
Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Björn Lüttmann, sagt: „Die Brandenburger Bauoffensive kann nun beginnen. Mit der neuen Bauordnung ermöglichen wir eine einfachere und schnellere Umnutzung oder den Umbau bestehender Gebäude in Brandenburg. Weniger Bürokratie, schnellere Verfahren und mehr Pragmatismus sorgen dafür, dass wieder mehr gebaut werden kann. Gemeinsam mit dem „Bauturbo“ sowie der Reform des Baugesetzbuches des Bundes schafft die novellierte Bauordnung einen guten Rahmen. Nun gilt es, die neuen Möglichkeiten vor Ort konsequent zu nutzen.“
Matthias Steinfurth, baupolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag, ergänzt: „Die Novelle stellt einen echten Fortschritt für Bauherren, Kommunen und Investoren dar. Entscheidend ist, dass Verfahren jetzt spürbar schneller werden. Denn die beste Bauordnung hilft nichts, wenn Anträge monatelang liegen bleiben. Deshalb gehen wir konsequent ins digitale Zeitalter. Die Zeit der Aktenberge und mehrfach kopierten Bauunterlagen muss vorbei sein. Künftig wird der Bauantrag elektronisch eingereicht. Das spart Zeit, das spart Kosten und das spart Nerven.“
„Bildungsland Brandenburg 2035″ ist Auftrag und Chance zugleich
Zur Debatte über den Antrag „Bildungschancen verbessern, Zukunft sichern: Jetzt einen Strategie- und Beteiligungsprozess „Bildungsland Brandenburg 2035″ starten!“ erklärt Katja Poschmann, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag Brandenburg:
„Wenn wir unsere Schulen strategisch auf die Zukunft ausrichten wollen, müssen wir uns um die aktuellen Schwierigkeiten kümmern und gleichzeitig die Zukunftskompetenzen fest in den Blick nehmen. Für unsere junge Generation ist längst eine völlig neue Lebensrealität entstanden: Digitale Anwendungen, künstliche Intelligenz, komplexe globale Themenfelder und ein dynamischer Arbeitsmarkt mit sich stetig verändernden Berufsfeldern. Das alles ist schon heute Alltag für unsere Schülerinnen und Schüler. Der Antrag fordert deshalb konkret einen langfristigen Strategie- und Beteiligungsprozess bis 2035. „Bildungsland Brandenburg 2035″ ist damit nicht nur ein klarer Auftrag, sondern vor allem eine große Chance. Dieser Beteiligungsprozess wird mit Sicherheit viele unterschiedliche Perspektiven, Vorstellungen und Anforderungen hervorbringen. Das ist auch eine Chance für alle Bildungsinteressierten, Kritikerinnen und Experten, sich einzubringen. Am Ende muss das Ziel aber klar bleiben: Das Beste für unsere Schülerinnen und Schüler herauszuholen.“
Grüne Berufe weiterentwickeln und zukunftsfest aufstellen
Anlässlich der Debatte zum Antrag „Grüne Berufe in die Zukunft führen“ macht Johannes Funke, agrarpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag Brandenburg, deutlich:
„Bei der EU-Finanzierung für die Förderperiode nach 2028 gibt es immer noch zu viele unbekannte Größen. Das betrifft insbesondere die Ausgestaltung der Nationalen und Regionalen Partnerschaftspläne (NRPP), in der bisherige Förderinstrumente künftig aufgehen sollen. Das wiederum schafft Verunsicherungen bei den Verantwortlichen in der Landwirtschaft und im gesamten ländlichen Raum, die so schnell wie möglich ausgeräumt werden müssen.“
Funke weiter: „Die gemeinsamen Gespräche mit den Mitgliedern des Agrar- und des Europaausschusses haben erneut gezeigt, dass die Landwirtschaft auf Rahmenbedingungen angewiesen ist, mit der unsere Landwirtinnen und Landwirte im internationalen Wettbewerb bestehen können. Ebenso sind die Bedarfe zur Stärkung der Lebensqualität in den ländlichen Räumen unverändert groß.“
Das neue Veranstaltungsformat verfolgt das Ziel verfolgt, brandenburgische Anliegen in Brüssel noch besser sichtbar zu machen sowie die Leistungsfähigkeit der Brandenburger Land- und Ernährungswirtschaft noch stärker auf europäischer Ebene darzustellen.
Rede des SPD-Fraktionsvorsitzenden Björn Lüttmann zur Aktuellen Stunde auf Antrag der SPD-Fraktion
Bauen muss wieder einfacher werden – Brandenburg setzt den Kurs für mehr Tempo, weniger Bürokratie und mehr bezahlbaren Wohnraum fort.
„Wir als SPD-Fraktion wollen, dass Brandenburg ein Land bleibt, in dem Menschen gut wohnen können. Ob Bauturbo, Reform des Baugesetzbuches im Bund oder die heute zu beschließende Neufassung der Brandenburgischen Bauordnung – bei allem geht es darum, wichtige Infrastruktur auf die Straße zu bringen, die Bauwirtschaft anzukurbeln und vor allem: Dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Denn die Menschen in Brandenburg wünschen sich mehr neuen und bezahlbaren Wohnraum, aber auch mehr Möglichkeiten, bestehende Gebäude besser nutzen oder umbauen zu können. Mit der neuen Brandenburgischen Bauordnung unterstützen wir genau das – mit besseren Verfahren, klaren Entscheidungen und mehr Pragmatismus.“
SPD und CDU legen Vorschlag für Null-Runde 2027 vor
Anlässlich der Debatte zur Änderung des Abgeordnetengesetzes erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion im Landtag Brandenburg, Ludwig Scheetz:
„Die SPD-Fraktion verschließt sich der Debatte um die Ausgestaltung der Abgeordnetenbezüge ausschließlich nicht. Daher haben wir gemeinsam mit der CDU-Fraktion einen eigenen Entschließungsantrag vorgelegt. Unser Vorschlag lautet: Für das Jahr 2027 soll es bei der Grundentschädigung gemäß § 5 Abs. 1 eine Null-Runde geben. Das ist aus unserer Sicht der richtige Weg. Wir zeigen damit, dass auch der Landtag und die Abgeordneten bereit sind, ihren Beitrag zur Bewältigung der angespannten Haushaltslage zu leisten.
Grundsätzlich bleibt: Eine Null-Runde bei der Grundentschädigung ist etwas anderes als eine generelle Abkehr vom bestehenden, bewährten und transparenten Mechanismus.“
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