
PRESSEMITTEILUNGEN
Aktuelles
Uwe Adler zur Waldbrandgefahr und Katastrophenschutzreform
Angesichts der aktuell hohen Waldbrandgefahr in mehreren Brandenburger Landkreisen erklärt Uwe Adler, Sprecher für Brand- und Katastrophenschutz der SPD-Fraktion im Landtag Brandenburg:
„Momentan haben einige Landkreise in Brandenburg die höchste Waldbrandwarnstufe erreicht. Dies ist ein Beispiel dafür, wie sehr die Anforderungen an Brand-, Katastrophen- und Zivilschutz in unserem Land steigen. Durch die Aktualisierung des Brand- und Katastrophenschutzgesetzes legen wir die rechtlichen Grundlagen fest, um sicherzustellen, dass die Feuerwehr und der Katastrophenschutz auch in Zukunft leistungsfähig sind. Wir schaffen die Voraussetzungen für den Einsatz neuer Technologien wie Drohnen, erleichtern die Zusammenarbeit mit den Betriebsfeuerwehren und stärken die Rechte der tausenden Ehrenamtlichen, die täglich für die Sicherheit der Menschen in Brandenburg sorgen. Wer Verantwortung übernimmt, hat die besten Rahmenbedingungen verdient.“
Fraktionsvorsitzender zur Einigung zwischen Land und Kommunen über den kommunalen Finanzausgleich
Die SPD-Fraktion im Landtag Brandenburg begrüßt die heute unterzeichnete Vereinbarung zwischen Land und kommunalen Spitzenverbänden über den kommunalen Finanzausgleich. Fraktionsvorsitzender Björn Lüttmann erklärt dazu:
„Ich freue mich, dass diese Einigung pünktlich vor den Haushaltsberatungen im Land zustande gekommen ist. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten benötigen wir als Land wie auch unsere Kommunen dringend Planungssicherheit. Positiv ist auch, dass Städte und Gemeinden zukünftig noch mehr zinsverbilligte Kredite aus einem neuen Investitionsfonds in Anspruch nehmen können, um kommunale Investitionen vorzunehmen. Und mit der Lösung beim Rettungsdienst schaffen wir es, den Landkreisen kurzfristig eine Entlastung in Millionenhöhe bereitzustellen. Ich hoffe, damit sind auch die Überlegungen mancher Landkreise, Patientinnen und Patienten Rechnungen für sogenannte Leerfahrten zu stellen, vom Tisch.“
Eine reelle Chance für die Lausitz
SPD-Fraktion begrüßt Kurswechsel des Bundes bei Gaskraftwerke-Ausschreibung
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) rückt von ihren Plänen ab, wonach Standorte im Süden bei der Ausschreibung neuer Gaskraftwerke bevorzugt werden sollten. Der Bundestag soll die entsprechende Gesetzesänderung bereits am Donnerstag beschließen. Dazu erklären:
Lars Katzmarek, Sprecher für die Lausitz der SPD-Fraktion im Landtag Brandenburg:
„Über viele Jahrzehnte hat die Lausitz die Energieversorgung für ganz Deutschland gesichert und tut dies immer noch. Dieser Erfolg muss sich auch beim Aufbau der neuen Energieinfrastruktur widerspiegeln. Bestehende Kraftwerksstandorte in unserer Region bieten eine vorhandene Infrastruktur, qualifizierte Fachkräfte und hohe Akzeptanz vor Ort. Sie leisten zudem einen wichtigen Beitrag zur Systemsicherheit, etwa beim Wiederaufbau des Stromnetzes nach großflächigen Störungen. Daher ist es wichtig, dass sie gezielt in die neuen Ausschreibungen einbezogen werden.“
Britta Kornmesser, energiepolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag Brandenburg:
„Eine Energiewende, die Versorgungssicherheit gewährleistet, industrielle Wertschöpfung erhält und regionale Gerechtigkeit schafft, ist dringend erforderlich. Deshalb begrüßen wir, dass die Bundeswirtschaftsministerin von ihren Plänen, Standorte im Süden bei der Ausschreibung pauschal zu bevorzugen, Abstand nimmt. Es hat sich gelohnt, dass die ostdeutschen Landesregierungen gemeinsam über den Bundesrat Druck gemacht haben. Das zeigt: Wenn der Osten geschlossen auftritt, wird er gehört.“
Marcel Penquitt, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag Brandenburg:
„Die Kraftwerksstandorte in der Lausitz sind mehr als nur Energieinfrastruktur. Sie sind die Basis für industrielle Wertschöpfung und sichere Arbeitsplätze in der Region. Wenn Unternehmen wie die LEAG sich mit guten Chancen an den Ausschreibungen beteiligen können, stärkt das die Perspektiven für die Beschäftigten nach dem Kohleausstieg, insbesondere durch neue Gaskraftwerke, die später auf Wasserstoff umgerüstet werden können. Als SPD-Fraktion ist uns diese wirtschaftliche Perspektive für die Lausitz wichtig, und wir werden uns weiterhin dafür engagieren, dass sie erhalten bleibt.“
Enquete-Kommission liefert wichtige Erkenntnisse für künftige Krisen
Die SPD-Fraktion Brandenburg bewertet die Zwischenbilanz der Enquete-Kommission 8/1, die seit März 2025 die Corona-Pandemie aufarbeitet, überwiegend positiv.
Die Kommission verfolgt das Ziel, die staatlichen Maßnahmen während der Pandemie objektiv und faktenbasiert zu analysieren und gleichzeitig die Krisenresilienz Brandenburgs für die Zukunft zu verbessern. In bereits 12 Sitzungen wurden Fachleute aus Wissenschaft, Pflege, öffentlichem Gesundheitsdienst und Ministerien gehört.
Björn Lüttmann, Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag Brandenburg und Mitglied der Enquete-Kommission, erklärt:
„Die Fachgespräche waren zum großen Teil sehr lehrreich. Dank unserer geladenen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis haben wir erste Hinweise erhalten, wie das Pandemiemanagement Brandenburgs verbessert werden kann. In der kommenden Phase werden wir diese Erkenntnisse vertiefen. Besonders dankbar sind wir unserer Sachverständigen Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey für ihre engagierte Mitarbeit.“
Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey: „Als Wissenschaftlerin ist es mir wichtig, dass unsere Kommissionsarbeit keine rückwärtsgewandte Debatte darstellt, sondern eine Investition in die Zukunft ist. Dabei hilft eine unaufgeregte Analyse von bewährten Maßnahmen und erkannten Defiziten. Dabei unterstützt eine Aufarbeitung, die faktenbasiert, transparent und interprofessionell erfolgt.“
Lüttmann weiter: „Eine gute Aufarbeitung ist unsere beste Vorbereitung für die Zukunft, wenn sie auf Fakten und empirischen Studien beruht, anstatt Menschen zu verunsichern. Bei einigen von der AfD in die Enquete geladenen Gäste ließ sich die sachliche Faktenorientierung mindestens bezweifeln. Einige Geladene der AfD-Fraktion nutzten die Kommission gar als Bühne für nicht-belegte Theorien und Verschwörungserzählungen, statt sich sachlich mit den Corona-Maßnahmen auseinanderzusetzen. In Zukunft wünsche ich mir, dass Fachlichkeit und Sachlichkeit wieder mehr im Vordergrund stehen. Wichtig ist auch, dass der Fokus der Beratungen noch eindeutiger auf Brandenburg liegt und auf den realen Steuerungsmöglichkeiten, die eine Brandenburger Landesregierung hat.“
In der nächsten Phase nimmt die Kommission mit weiteren Fachgesprächen einzelne Problemfelder in den Blick, wie etwa Personalreserven im Gesundheitswesen, Krisenkommunikation und Kindeswohl bei Schul- und Kitaschließungen. Am Ende stehen erste Handlungsempfehlungen für eine verbesserte Krisenbewältigung. Zum Abschluss der Wahlperiode legt die Kommission dem Landtag ihren Abschlussbericht vor.
SPD-Fraktion Brandenburg zur Debatte um ein mögliches Verbot von Einweg-Vapes
Seit dem 1. Juli gilt in Brandenburg eine uneingeschränkte Rücknahmepflicht: Kioske, Tankstellen und Supermärkte sind verpflichtet leere Einweg-Vapes kostenlos zurückzunehmen. Bundesweit plant das Bundesumweltministerium noch in diesem Jahr ein Gesetz für ein Verbot vorzulegen.
Dazu erklären Udo Wernitz, verbraucherschutzpolitischer Sprecher, und Dr. Jouleen Gruhn, gesundheitspolitische Sprecherin, der SPD-Fraktion im Landtag Brandenburg:
Udo Wernitz: „Einweg-Vapes sind Wegwerfprodukte mit einem Entsorgungsproblem. Die enthaltenen Batterien gehören nicht in den Hausmüll, da sie ein erhöhtes Brandrisiko darstellen. Gleichzeitig steht ein hoher Verbrauch wichtiger Rohstoffe wie Lithium und Kobalt einer extrem kurzen Nutzungsdauer gegenüber. Mit Nachhaltigkeit hat das nichts zu tun. Dass Verbraucherinnen und Verbraucher leere Geräte künftig überall dort zurückgeben können, wo sie sie gekauft haben, ist ein wichtiger Schritt zu einer sicheren Entsorgung. Weiter setzen wir uns für ein schnelles Verbot dieser Produkte ein.“
Dr. Jouleen Gruhn: „Einweg-Vapes sind gesundheitlich gefährlicher, als vielen bewusst ist, insbesondere für junge Menschen. Das Suchtpotential ist hoch und ein Einstieg in die Nikotinsucht droht. Die Diskussion um ein Verbot ist deshalb richtig und überfällig.“
In Brandenburg wächst der Wohnungsbau
Matthias Steinfurth, baupolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, zu den neuesten Zahlen des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg zum Wohnungsbestand:
„Eine gute Nachricht erstmal: Brandenburg wächst beim Wohnungsbau weiter, jedoch spürbar langsamer als in den Vorjahren. Während zum Beispiel Potsdam-Mittelmark und die Landeshauptstadt zulegen, geht der Bestand im Landkreis Oberspreewald-Lausitz sogar zurück. Das zeigt, wie unterschiedlich die Lage vor Ort in Brandenburg ist. Genau hier setzt die von uns beschlossene Novellierung der Bauordnung an: Mit schlankeren Genehmigungsverfahren, Erleichterungen bei Umbauten und weniger Bürokratie kommt sie genau zur richtigen Zeit, damit in allen Regionen des Landes wieder schneller gebaut werden kann.“
PRESSEKONTAKT
So erreichen Sie uns!
Ob Print, Online, Funk oder Fernsehen – die Pressestelle der SPD-Landtagsfraktion ist Ihr Ansprechpartner für alle medienrelevanten Anliegen.
Mit aktuellen Pressemitteilungen, regelmäßigen Pressekonferenzen und der Vermittlung von Interviewpartnerinnen und -partnern halten wir Sie stets umfassend über unsere politische Arbeit auf dem Laufenden. Für Ihre Anfragen wenden Sie sich gerne direkt an unsere Pressesprecherin.
Presseanfragen bitte an: Jana Biesterfeldt
Die Pressestelle ist für Sie über folgende Kontaktmöglichkeiten erreichbar:
E-Mail: jana.biesterfeldt@spd-fraktion.brandenburg.de
Fraktionssekretariat: Simone Friedrich, Katrin Kaczinski
Sekretariat: 0331 966 1301
Fax: 0331 966 1307
Diese Fotos stehen Ihnen für redaktionelle Zwecke zur Verfügung. Bitte beachten Sie die entsprechenden Bildrechte und verwenden Sie das Bildmaterial ausschließlich im Rahmen der Berichterstattung. Für weitere Informationen oder zusätzliche Bildanfragen wenden Sie sich gerne an unsere Pressestelle.


