
PRESSEMITTEILUNGEN
Aktuelles
Gute Schule braucht ehrliches Feedback von Schülerinnen und Schülern
Anlässlich der Debatte zum Antrag „Lernen stärken, Druck mindern – Schülerbeteiligung wirkt“ macht Katja Poschmann, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag Brandenburg deutlich:
„Gute Schule entsteht nicht über die Köpfe der Schülerinnen und Schüler hinweg, sondern mit ihnen und durch ihre Hinweise, ihre Vorschläge und mit ihrer Motivation. Das Schulbarometer zeigt deutlich, dass sich viele junge Menschen in Schulen nicht wohl fühlen, und das, obwohl die Schule einer ihrer zentralen Lebensräume und die Basis für ihre Zukunft ist. Wer das ernst nimmt, muss das Klima in den Schulen so verändern, dass diese zentralen Lebensräume von jungen Menschen als wertschätzende und positive Orte wahrgenommen werden. Dafür sind Beteiligung und ehrliches Feedback essenziell.
Uns geht es dabei ausdrücklich nicht um Misstrauen gegenüber Lehrkräften und schon gar nicht um Denunziantentum. Es geht um verlässliche, geschützte und konstruktive Rückmeldungen, mit denen Unterricht, Klassenklima und schulisches Wohlbefinden verbessert werden können. Anonymität ist dabei kein Freifahrtschein, sondern oft die Voraussetzung dafür, dass Schülerinnen und Schüler sich öffnen und überhaupt ehrlich sagen, was sie belastet und was ihnen beim Lernen hilft.
Klar ist aber vor allem: Feedback darf nicht folgenlos bleiben und keine zusätzliche Bürokratie erzeugen. Deshalb setzen wir auf praxistaugliche, niedrigschwellige Instrumente auf Grundlage bestehender Systeme sowie auf eine Feedbackkultur, die in Schule und Lehrkräftebildung verbindlich verankert wird.
Für uns ist klar: Beteiligung ist kein Luxus und kein Angriff auf Autorität. Sie ist eine Voraussetzung für Motivation, Wohlbefinden und Lernerfolg – und damit für bessere Lernbedingungen an unseren Schulen.“
Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Brandenburgischen Hochschulsystems
Zur Einbringung und ersten Lesung des Gesetzes zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des brandenburgischen Hochschulsystems erklärt Julia Sahi, wissenschaftspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag Brandenburg:
„Mit der Reform unseres Hochschulrechts machen wir unsere Universitäten und Hochschulen im Land fit für den Wettbewerb um die klügsten Köpfe. Mit dem modernsten Berufungsrecht geben wir Ihnen die Entscheidungsspielräume, um exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler schnell und unkompliziert für Brandenburg zu gewinnen. Hierfür schaffen wir moderne, allgemeingültige und verlässliche Verfahren. Mit mehr Autonomie und beschleunigten Berufungsverfahren wollen wir zur Spitzenforschung aufschließen.“
Für eine starke wohnortnahe Gesundheitsversorgung und gezielte Nachwuchsgewinnung von Landärztinnen und Landärzten
Zur Einbringung und ersten Lesung des Gesetzes zur Verbesserung der flächendeckenden hausärztlichen Versorgung im Land Brandenburg erklärt Jouleen Gruhn, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag Brandenburg:
„Wer auf dem Land lebt, hat das gleiche Recht auf gute medizinische Versorgung. Mit dem Gesetz sichern wir die hausärztliche Versorgung in Brandenburg langfristig ab. Wir führen eine Landärztequote ein, um gezielt Nachwuchs für unterversorgte Regionen zu gewinnen und diese dort zu halten. Zudem schaffen wir mehr Möglichkeiten für die Kommunen, mit eigenen medizinischen Versorgungszentren (MVZ) regionale Versorgungslücken zu schließen. Unser Ziel ist es, die wohnortnahe Versorgung langfristig zu stärken. Zudem leisten wir damit einen Beitrag zu gleichwertigen Lebensverhältnisse und starken gesundheitlichen Strukturen in allen Teilen des Landes.“
Ländlicher Raum und Landwirtschaft brauchen Verlässlichkeit und Planungssicherheit – auch nach 2028
Im Nachgang zur Fahrt des Agrar- und des Europaausschusses des Landtages Brandenburg nach Brüssel – verbunden mit dem ersten „Brandenburger Spargelfest“ der Landesregierung – erklärt Johannes Funke, agrarpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag Brandenburg:
„Bei der EU-Finanzierung für die Förderperiode nach 2028 gibt es immer noch zu viele unbekannte Größen. Das betrifft insbesondere die Ausgestaltung der Nationalen und Regionalen Partnerschaftspläne (NRPP), in der bisherige Förderinstrumente künftig aufgehen sollen. Das wiederum schafft Verunsicherungen bei den Verantwortlichen in der Landwirtschaft und im gesamten ländlichen Raum, die so schnell wie möglich ausgeräumt werden müssen.“
Funke weiter: „Die gemeinsamen Gespräche mit den Mitgliedern des Agrar- und des Europaausschusses haben erneut gezeigt, dass die Landwirtschaft auf Rahmenbedingungen angewiesen ist, mit der unsere Landwirtinnen und Landwirte im internationalen Wettbewerb bestehen können. Ebenso sind die Bedarfe zur Stärkung der Lebensqualität in den ländlichen Räumen unverändert groß.“
Das neue Veranstaltungsformat verfolgt das Ziel verfolgt, brandenburgische Anliegen in Brüssel noch besser sichtbar zu machen sowie die Leistungsfähigkeit der Brandenburger Land- und Ernährungswirtschaft noch stärker auf europäischer Ebene darzustellen.
„Richtige Entscheidung“: Frederike Haase wird zweite Staatssekretärin im MASGZ
Die SPD-Fraktion befürwortet die Entscheidung der Landesregierung, im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (MASGZ) mit Frederike Haase eine zweite Staatssekretärin einzusetzen.
Dazu erklärt Ludwig Scheetz, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion im Landtag Brandenburg:
„Ich begrüße die heutige Entscheidung der Landesregierung ausdrücklich. Der Aufgabenzuwachs und die Themenbreite in diesem Ressort – nicht zuletzt durch die Übernahme der Bereiche Integration und Migration – rechtfertigen eine zusätzliche Unterstützung des Leitungsbereichs im MASGZ durch eine zweite Staatssekretärin.“
Weiterhin erklärt Scheetz: „Persönlich freut es mich für Frederike Haase, die über viel Erfahrung und Fachexpertise verfügt. Sie wird dem Ministerium mit ihrer Führungsstärke und langjährigen Verwaltungserfahrung in unterschiedlichen Funktionen innerhalb der Landesregierung ihren Stempel aufdrücken und entscheidend dazu beitragen, die vielfältigen Aufgaben dieses Ressorts effektiv zu steuern.“
Teenie-Disco in Falkenberg: Jugendliche in ländlichen Räumen brauchen sichere Orte zum Feiern – keine Bühne für rassistische Parolen!
In einer Diskothek in Falkenberg haben Kinder und Jugendliche ab elf Jahren zu einem bekannten Popsong eine rassistische Parole skandiert. Rechtsextreme Codes und rassistische Parolen sind in großen Teilen der Jugendkultur angekommen. Das muss benannt werden, ohne die Jugendlichen abzuschreiben.
Nadine Graßmel: „Wer Räume für Kinder und Jugendliche öffnet, muss auf solche Situationen vorbereitet sein: mit klaren Handlungskonzepten, geschultem Personal und dem Willen, konsequent einzuschreiten. Der Schutz von Minderjährigen ist nicht optional.
Erschütternd an dem Vorfall ist nicht nur, was Kinder und Jugendliche dort gerufen haben, sondern wie lange Erwachsene zugeschaut haben. Veranstalter, Personal und Aufsichtspersonen tragen gegenüber jungen Menschen eine besondere Verantwortung.“
Annemarie Wolff: „Falkenberg ist kein Einzelfall, sondern Symptom. Die Zahl rechtsextremer Vorfälle an Brandenburger Schulen hat sich zuletzt verfünffacht. Darauf braucht es strukturelle Antworten: Gute Angebote für offene und mobile Jugendarbeit im ländlichen Raum, verbindliche Schutzkonzepte für Jugendveranstaltungen und eine stärkere politische Bildung – in und außerhalb unserer Schulen.
Junge Menschen aus rechten Milieus herauszuholen bedeutet, sie nicht aufzugeben. Das erfordert Haltung! Ebenso klar ist: Die Antwort darf nicht sein, Jugendpartys im ländlichen Raum einzuschränken. Gerade dort brauchen junge Menschen Orte, an denen sie zusammenkommen und feiern können.“
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